American Race Day

Die befreundete Scuderia Wittgenstein , die in Siegen beheimatet ist, hatte 2OO3 zuerst die Idee ein Rennen nur mit amerikanischen Vorbildern zu fahren.
Glücklicherweise richteten sich die Siegener nach dem gültigen DSC Reglement.
So können solche Fahrzeuge also auch bei den DSC Rennen die Deutschlandweit stattfinden eingesetzt werden.
2OO4 gab es dann den ersten American Raceday in Kiel, auch der SRC Weser-Ems in Hude wird im September einen American Raceday veranstalten.

Gefahren wird in insgesamt 3 verschiedenen Klassen:

Klasse 1: Trans-Am bis 2OOOccm ( DSC GT& Tourenwagenklasse Bj 66-72))

Klasse 2: Trans-Am ab 3OOOccm (  DSC GT& Tourenw. bei 18Ogr. Mindestgewicht, Bj 66-72)

Klasse 3: Can-Am ( DSC offene Klasse, Can-Am 66-74)

Die Veranstaltung wurde erst im Februar angesetzt, so war für die Fahrer nicht mehr viel Zeit Autos auf die Räder zu stellen, schließlich brauchte man ja gleich 3 Fahrzeuge, denn nicht jeder hatte schon so einen Wagen im Slotkoffer.
Das trotz dieser ungünstigen Bedingungen 15 Fahrer und Fahrerinnen am Start waren zeigt wie gerne auf dem Northland Raceway gefahren wird.

Die nachfolgende Bilder Story soll einen kleinen Einblick geben, wie so ein American Race Day abläuft.

Die Klasse 1 also die Fahrzeuge unter 2OOOccm Hubraum machten den Anfang, bis 1669 waren die Porsche 911 übrigens als Tourenwagen homologiert erst danach starteten sie als GT´s und setzten ihre langanhaltenden Siegeszüge bei internationalen Rennen fort.
In Kiel hatten sie gegen Alfa Romeo, Ford Pinto, Datsun und BMW zu kämpfen.

Die Fahrzeuge wurden alle von der fachkundigen DSC Jury bewertet, den bei den American Race Days zählt neben dem Rennergebnis auch das Concours Ergebnis zur Gesamtwertung.
Mit Hilfe des Bewertungskataloges haben die Teilnehmer einen Anhaltspunkt wie man so ein Fahrzeug herrichten muss. Viele haben eine schwellen Angst vor so einem Concours.
Doch das gute abschneiden zahlreicher Neueinsteiger zeigt das es nicht schwer ist ein gutes Ergebnis zu erreichen.

Di e zweite Klasse waren die Trans-Am ab 3OOOccm auch Pony Cars genannt.
Diese Muscle Cars sind schon richtige Schiffe, aber mit den Modernen Chassis von Motor Modern, Plafit und Schöler lassen sich sich sehr sicher um den Kurs bewegen und es macht schon spaß mal ein Auto zu bewegen was nicht nur breit und flach ist.

Da diese Schiffe zu der beliebtesten Klasse gehören schauen wir uns einige Autos mal genauer an

Das Slotracing nicht nur Männer Sache ist zeigt Beate Schulz aus Neumünster die diesen wunderschönen Mustang aufgebaut hat. Das Fahrzeug ist auf einem Schöler Chassis montiert.

Stefan Wiesel, Erfinder der gleichnamigen Reifen und Resine Druide baute diesen AMC Javelin auf.
Mit seinen Reifen revolutionierte er 1994 das Scaleracing, endlich war es möglich mit Vollgummirädern Rennen zu fahren ohne das die Reifen durch Chemie beeinflusst wurden.
Gerne gibt er an Clubabenden Auskunft zum Bau von Fahrzeugen und hat spezielle Tipps zur Bearbeitung von Resine Modellen parat.

Matthias Parke aus Hamburg war mit diesem Ford Mustang am Start.
Auf seiner Homepage kann man alles über den Bau des Mustangs nachlesen.
Ebenfalls ist er an der Entwicklung der Motor Modern Chassis die 2OO2 die Weltmeisterschaft gewinnen konnten beteiligt. Die Chassis werden natürlich auch auf dem Kieler Track getestet.

Pit Schwaar aus Hannover ist ebenfalls öfters in Kiel anzutreffen. Er gehört sicher zu den besten Modelbauern Deutschlands und ist auch Chef der weltweitbekannten Kleinserien Schmiede Phönix-Racecars.
Den Challenger baute er aus einem Revell Standmodelbausatz mit vielen Zubehör teilen auf. Ein tolles Fahrzeug was trotz seiner Größe sehr gut lief.

In der dritten Klasse starteten dann die Can-Am. Die Big Bangers waren damals die schnellsten Rennfahrzeuge, schneller als die damalige Formel 1. Über 8 Liter Hubraum waren keine Seltenheit.
Im Stand hörten sich die Fahrzeuge eher wie Dragster an. 1OOO und mehr PS brachten reifen zu Qualmen und Antriebswellen zum bersten. Ein Fest für Motorsport Fans das wir glücklicherweise im Maßstab 1/24 ebenfalls erleben dürfen, hier ein Auszug aus dem Starterfeld

Durch die offene Ausführung sieht man bei den Can-Am die Details an den Fahrzeugen sehr gut.
Um das zu verdeutlichen ist hier die Getriebeattrappe am McLaren M8A den J.Badenkopf baute zu sehen.

Wunderschön sind auch die offenen Cockpits, hier scheint sich der Fahrer von Stephan Wiesel´s McLaren M6B der in der DSC Saison 2OO2/2OO3 mit diesem Wagen den Best off Show Preis gewann, über einen seiner Vorderleute zu beschweren!

Vor dem Rennen wurde natürlich eifrig trainiert und abgestimmt, wie immer bei großen Veranstaltungen steht die Kieler Bahn den Teilnehmern auch schon am Freitag zur Verfügung.
Bei solchen Trainingssitzungen passieren natürlich auch mal Unfälle.
Hier hat der Routinier J.Badenkopf aus Hamburg seinen Wagen in die Reifenstapel gesetzt und das wo es dort doch schon einen Unfall gab ,-))))

Hier sind die 3 Einsatzfahrzeuge von Andreas Fehn aus Stuttgart zu sehen.
Andreas fährt die 75Okm aus Stuttgart, um auf dem Northland Raceway zu slotten anscheinend nur zu gerne, denn er ist bei jeder der 4 Top Events anwesend.
Die Strapatzen die er dafür auf sicht nimmt, sind für uns das größter Kompliment, daher haben wir ihn auch schon zum Kieler Clubmitglied Honorus Clausus ernannt!

Die drei Rennen konnte alle Matthias Parke gewinnen, wobei es besonders in der Can-Am Klasse sehr eng zu ging. Nachfolgend sind die drei Fahrzeuge und der Siegerpokal zu sehen.
auch der abgebildete Ferrari 612 ist ein Best off Show Sieger.
Dieses Fahrzeug gewann in der DSC-Nord Saison 2OO3/2OO4 diesen Preis.

Bei den American Race Days in Kiel geht es übrigens um den "Oliver Beeck Gedächtnis Pokal".
Der Pokal ist ein Wanderpokal und soll an das leider im August 2OO3 verunglückten Clubmitglied erinnern. Gerade die Autos die bei dem American Race Day gefahren sind haben den "Kieler Jung" begeistert.

Ergebnisse mit Fotos

Rennbericht im Forum

 

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